Video: Architektonische Rekonstruktionen als Medium der Rechten. Von Teresa Kampfmann

Beschreibung

Die Zahl der architektonischen Rekonstruktionen steigt in Deutschland stetig an. Dabei ist auffällig, wie sehr sich rechte Gruppierungen für diese einsetzen und wie rechte Themen in der medialen Debatte um Rekonstruktionen besondere Aufmerksamkeit erfahren. Dies wird an zwei aktuellen Rekonstruktionsprojekten dargestellt.


Für Deutschland, aber auch für andere europäische Länder wird seit einigen Jahren eine Rekonstruktionswelle diagnostiziert. Dass verlorene Bauwerke nach Bild-, Schrift- und Sachquellen als Rekonstruktionen aufgebaut werden, wird oftmals mit subjektiv empfundenen Ästhetikansprüchen begründet. Auffällig ist dabei, wie sehr sich rechte Akteure für den Aufbau verlorener Originale stark machen – und dabei geschickt ihre Anliegen um Nationalstolz, nationale Identität sowie um eine geschichtspolitische Umdeutung vermitteln.

Werden Rekonstruktionen vorrangig für Kommerzialisierung und Disneyfizierung des öffentlichen Raums kritisiert, ist die Untersuchung, wie diese von rechten Akteuren genutzt werden, noch unzureichend. Typisch rechte Themen sind nicht nur Migration und völkische Familienpolitik. Auch Themen des Städtebaus können von Rechts direkt oder latent genutzt werden, um mit ihnen politische Anliegen zu transportieren oder mit dem Aufbau verlorener Bauten symbolische, materialisierte, Politik zu demonstrieren.

In diesem Vortrag sollen die scheinbar genauen Grenzen zwischen architektonischen Rekonstruktionen auf der einen Seite und rechter Politik auf der scheinbar weit entfernten anderen aufgebrochen und diese beiden Themen verbunden werden. Nach einer kurzen Einführung zur spürbaren „Rekonstruktionseuphorie“ in Deutschland sowie einem theoretischen Zugang zu Raum und kollektiver Identität, Architektur und Erinnerung sowie symbolischer Politik werden zwei ausgewählte Rekonstruktionsprojekte vorgestellt, bei denen die Verbindung zu rechten Politiken ersichtlich ist.

Die Rekonstruktion des Dom–Römer Areals in Frankfurt (Main) geht auf eine parlamentarische Initiative der rechtspopulistischen Partei Bürger für Frankfurt (BFF) in Zusammenarbeit mit dem völkischen Architekturtheoretiker Claus Wolfschlag zurück. Und bei Betrachtung der medialen Berichterstattung zur Rekonstruktion der Garnisonkirche in Potsdam in einer ausgewählten Lokalzeitung zeigt sich, dass rechte Narrative wiederholt bedient werden. Damit erhalten gängige Themen der Rechten, wie etwa die „Abkehr vom Schuldkult“ und Nationalstolz verstärkte mediale Präsenz.

Die vermeintlich klaren Grenzen zwischen ästhetischer, gebauter Umwelt in Form von Rekonstruktionen und rechtspopulistischer Politik sowie zentralen rechten Themen sind folglich weniger deutlich als angenommen. Die rekonstruierte gebaute Umwelt ist politisch. Für die beiden Beispiele zeigt sich: Rekonstruktionen können durchaus als Medien der Rechte genutzt werden – um passende politische Anliegen in der medialen Debatte zu verbreiten oder um eine erfolgreiche, symbolische Politik materialisiert zu vermitteln.

Video: Die Neuvermessung des politischen Koordinatensystems. Von Max Barnewitz

Über die Auswirkungen makrosoziologischer Prozesse auf die Diskussionen politisch Andersdenkender miteinander.

Der Wandel von Cleavages in westeuropäischen Demokratien wurde und wird bislang umfassend erforscht – wobei das Individuum droht, aus dem Blick zu geraten. Der Vortrag stellt den Versuch dar, mithilfe einer skalierenden Inhaltsanalyse einer eigens durchgeführten Gruppendiskussion, diesen Wandel der Cleavages greifbar zu machen.


„Wir leben in ‚aufgeregten Zeiten‘: Was in manchen Augen einen gefährlichen, überregionalen Trend hin zu Autokratismus und Nationalismus spiegelt, erscheint anderen als erlösende Rückkehr zu demokratischer Selbstbestimmung und Vernunft.“

Frick 2017:9

Mit dieser Diagnose hat die Philosophin Marie-Luisa Frick den Zeitgeist und das politische Klima der vergangenen Jahre in Deutschland und Europa treffend erfasst. Begriffe schienen lange nicht mehr so deutungsabhängig (Flümann 2017), Fakten als solche lange nicht mehr so umkämpft (Hendicks/Vestergaad 2017), die gesellschaftspolitische Stimmung im Zuge einer „autoritären Revolte“ (Weiß 2017) lange nicht mehr so aufgeheizt. Einander diametral gegenüberstehende Weltbilder prallen mit zunehmender Wucht aufeinander. Es rumort also gewaltig in der parteipolitischen Landschaft Deutschlands und Europas. In diesem Kontext spricht die Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan von einer Verschiebung des politischen Koordinatensystems durch eine „neue Achse“, welche den „Umgang und die Haltung zu Pluralität“ thematisiere (Foroutan 19.05.2018).

Dabei lag der Fokus sozialwissenschaftlicher Betrachtungen bereits zuvor stets auf Veränderungsprozessen der Makroebene (vgl. exempl. Kriesi et al. 2008; Bornschier 2010; Kriesi et al. 2012), jedoch weniger auf der Meso- bzw. Mikroebene der direkten Interaktion politisch Andersdenkender miteinander, die sich in einem sich neu strukturierenden politischen Feld orientieren (müssen). An Ansätzen, welche die Auswirkungen jener „Neustrukturierung des nationalen politischen Raums“ (Kriesi/Grande 2004: 416) auf der Ebene der politischen Diskussionen zwischen Bürger*innen analytisch erfassbar machen, mangelt es derzeit.
Dabei liegt folgende Überlegung auf der Hand: Auf Grundlage der Institutionalisierung einer neuen parteipolitischen Achse zwischen Integration und Demarkation auf der Makroebene müsste sich diese Entwicklung auch auf der Ebene der direkten Diskussion zwischen Bürger*innen auf der Meso- bzw. Mikroebene nachweisen lassen.

Der Vortrag wird eröffnet mit der Konzeption jener neuen Konfliktlinie, die sich entlang den Polen von Öffnung und Schließung, von Kosmopolitismus und Kommunitarismus (Merkel 2017), von „differentielle[m] Liberalismus und Kulturessentialismus“ (Reckwitz 2017: 371-428), von Integration und Demarkation (Grande 2012) manifestiert. Es folgt die knappe Deskription zu diesem Zwecke durchgeführten Gruppendiskussion und der analytischen Auswertung (u.a. mithilfe einer skalierenden Strukturierung) des Materials. Im Anschluss werden die Ergebnisse der Untersuchung dargelegt und diskutiert. Abschließend wird (aus demokratietheoretischer und normativer Perspektive) ein Ausblick dahingehend gewagt, welche Handlungsfelder sich für die Zivilgesellschaft und das Feld der politischen Bildung eröffnen – kurz: Was wir hoffen dürfen und tun müssen, um aus Grenzen keine Fronten, aus streitbaren Gegnern keine unversöhnliche Feinde werden zu lassen.

Literatur

  • Bornschier, Simon (2010): Cleavage Politics and the Populist Right. The New Cultural Conflict in Western Europe, Philadelphia: Temple University Press.
  • Flümann, Gereon (Hrsg.) (2017): Umkämpfte Begriffe. Deutungen zwischen Demokratie und Extremismus, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.
  • Foroutan, Naika (19.05.2018): Integrationsdebatte – Neue Achse der politischen Unterschiede. Marcus Pindur im Gesprächmit Naika Foroutan, verfügbar unter: www.deutschlandfunkkultur.de/integrationsdebatte-neue-achse-der-politischen-unterschiede.990.de.html?dram:article_id=418329 [zuletzt geprüft: 25.02.2019].
  • Frick, Marie-Luisa (2017): Zivilisiert streiten. Zur Ethik der politischen Gegnerschaft, Ditzingen: Reclam.
  • Grande, Edgar (2012): Conclusion: How much change can we observe and what does it mean?, in: Kriesi, Hanspeter/Grande, Edgar/Dolezal, Martin/Helbling, Marc/Höglinger, Dominic/Hutter, Swen/Wüest, Bruno (Hrsg.): Political Conflict in Western Europe, Cambridge: Cambridge University Press, S. 277–301.
  • Hendicks, Vincent F./Vestergaad, Mads (2017): Verlorene Wirklichkeit? An der Schwelle zur postfaktischen Demokratie, in: Aus Politik und Zeitgeschichte (13), S. 4–10.
  • Kriesi, Hanspeter/Grande, Edgar (2004): Nationaler politischer Wandel in entgrenzten Räumen, in: Beck, Ulrich/Lau, Christopher (Hrsg.): Entgrenzung und Entscheidung. Was ist neu an der Theorie reflexiver Modernisierung?, Frankfurt am Main: Suhrkamp, S. 402–420.
  • Kriesi, Hanspeter/Grande, Edgar/Dolezal, Martin/Helbling, Marc/Höglinger, Dominic/Hutter, Swen/Wüest, Bruno (Hrsg.) (2012): Political Conflict in Western Europe, Cambridge: Cambridge University Press.
  • Kriesi, Hanspeter/Grande, Edgar/Lachat, Romain/Dolezal, Martin/Bornschier, Simon/Frey, Timotheos (Hrsg.) (2008): West European Politics in the Age of Globalization, Cambridge: Cambridge University Press.
  • Merkel, Wolfgang (2017): Kosmopolitismus versus Kommunitarismus: Ein neuer Konflikt in der Demokratie, in: Harfst, Philipp/Kubbe, Ina/Poguntke, Thomas (Hrsg.): Parties, Governments and Elites. The Comparative Study of Democracy, Wiesbaden: Springer Verlag für Sozialwissenschaften, S. 9–23.
  • Reckwitz, Andreas (2017): Die Gesellschaft der Singularitäten. Zum Strukturwandel der Moderne, Frankfurt am Main: Suhrkamp.
  • Weiß, Volker (2017): Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

Video: ‚Brasilien über Alles – Gott über Allen“. Rechtspopulistisches Nation-Building in Brasilien. Von Lucas Schucht

Beschreibung

Verschiedenes Material der Präsidentschatskampagne von Jair Bolsonaro 2018 in Brasilien wird aus einer intersektionalen Perspektive auf Ausschlüsse und Grenzziehungen hin untersucht und in transnationale Zusammenhänge eingeordnet. Dadurch entsteht ein Bild von Bolsonaros angestrebter Gesellschaftsordnung und deren Feindbildern- von der sogenannten ‚Gender–Ideologie‘ über Umwelt–Verbände bis hin zu einer angeblichen sozialistischen Weltverschwörung.


In Brasilien spielt der Prozess des Nation–Buildings eine zentrale Rolle. Von der ‘Rassendemokratie’ über das ‘Land der Zukunft’ bis zum ‘Land für Alle’ – die Bemühungen das riesige Land mit seiner sehr heterogenen Bevölkerung zu vereinen, fanden unter den verschiedensten, symbolisch aufgeladenen Parolen statt. Diese Konzepte prägen Brasiliens nationale Identität bis heute und bestimmen oft die Wahrnehmung der großen sozio-ökonomischen Differenzen im Land.

Im Oktober 2018 wurde, nach einer lang anhaltenden wirtschaftlichen und politischen Krise sowie einem rücksichtslosen Präsidentschaftswahlkampf, mit Jair Bolsonaro ein rechtsextremer Populist zum neuen Präsidenten Brasiliens gewählt. Unter dem Motto ‚Brasilien über alles, Gott über allen‘ versprach er in Zukunft für die Mehrheit der Brasilianer*innen zu regieren und nicht für die Minderheiten, wie es bis jetzt der Fall gewesen sei. Dabei werden unterschiedliche Gruppen, wie LGTB-Aktivist*innen, Feminist*innen und Sozialist*innen, immer wieder explizit in das Zentrum seiner Kritik gestellt. Diese müssten sich von nun an entweder der Mehrheit beugen oder sie würden aus dem Land verschwinden.

In der Präsentation wird dieses rechtspopulistische Nation–Building anhand von Reden, Werbespots und Infomaterial aus dem Präsidentschaftswahlkampf analysiert. Das Material wird dabei auf seine Ausschlüsse, Grenzziehungen und diskursiven Bezüge hin untersucht, sodass ein Bild der von Bolsonaro angestrebten Gesellschaftsordnung entsteht. Dabei wird auch immer wieder auf Differenzen und Gemeinsamkeiten zu rechten populistischen Bewegungen in Europa und den USA hingewiesen. Dies erlaubt ein differenzierteres Bild des globalen Rechtspopulismus zu zeichnen, die Entwicklungen in Brasilien auch in transnationale Zusammenhänge einzuordnen und eurozentristische Annahmen zu hinterfragen.

Video: Segregationstendenzen und soziale Folgen im Ruhrgebiet – Prof. Dr. Sören Petermann

Beschreibung

Das Ruhrgebiet hat einen Strukturwandel hinter sich, der in sozialer Hinsicht tiefgreifende Spuren hinterlassen hat. Die Spuren der Vergangenheit sind nicht nur als soziale, in den Raum eingeschriebene Strukturen der Gegenwart sichtbar, sondern wirken sich auf die Entwicklung der Lebenschancen zukünftiger Generationen aus.

Im Vortrag wird der Wandel als Veränderungen der Siedlungsmuster präsentiert, die mit sozialer, demographischer und ethnischer Segregation einhergehen und damit sozialräumliche Ungleichheit in verschiedenen Parametern anzeigt. Dieser anhand von Statistiken nachweisbare Wandel hat Auswirkungen auf das soziale Leben, auf Aspirationen und Lebenschancen der Menschen des Ruhrgebiets.

Anhand ausgewählter Beispiele aus dem Bereich Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen und der Wohnsituation von Erwachsenen sollen die Lebensbedingungen und -chancen im Ruhrgebiet nachgezeichnet werden. Es wird aufgezeigt, in welchem Maße sich Segregationstendenzen und das Aufwachsen und Leben an einem Ruhrgebietsort auf Wohlbefinden und stärkende Faktoren von Kindern und Jugendlichen auswirkt oder welche Präferenzen, Wünsche und Erwartungen an die Bedingungen des Wohnumfeldes einhergehen. Dabei werden Ergebnisse studentischer Lehrforschungsprojekte einbezogen.

Video: Humandifferenzierung – Prof. Dr. Stefan Hirschauer

Beschreibung

Der Vortrag skizziert ein Forschungsprogramm zu einer Form kultureller Differenzierung, die Geschlechter unterscheidet, Altersgruppen und Leistungsklassen kategorisiert, Rassen klassifiziert, Ethnien und Religionen differenziert usw. Die Humandifferenzierung hat Besonderheiten gegenüber anderen Formen kultureller Differenzierung – etwa der von Lebewesen und Artefakten – und ist verknüpft mit bekannten Formen der Differenzierung der Gesellschaft (in Praxisfelder bzw. Teilsysteme) sowie in soziale Gebilde (wie Interaktionen, Gruppen, Netzwerke und Organisationen). Zum Aufbau der Humandifferenzierung gehören asymmetrische Unterscheidungen (wie Diskriminierungen, Stigmatisierungen und Distinktionen), aber auch die gleichmacherische Versämtlichung von Individuen und die Essentialisierung ihrer Eigenschaften in Diversitätsdiskursen.

Video: Brauchen wir Open Science in der Soziologie? von Nate Breznau

Zusatzmaterial, Vortragsfolien und zitierbares Arbeitspapier zum Thema „OpenScience in der Soziologie“: https://osf.io/4rf83/

Beschreibung

Wissenschaft sollte per Definition offen sein. Sie ist ein gemeinschaftliches und transparentes Mittel zur Genese von Wissen. Soziologie darf keine Ausnahme sein; eine Botschaft, die bei verschiedenen soziologischen Theoretikern von Weber über Merton bis Habermas konsistent ist. Warum gibt es eine Open Science Bewegung in der Soziologie? Der Vortrag wird einige Antworten auf diese Frage geben.

Erstens, soziologische Forschung ist relativ geschlossen. Forschende sind intransparent und selektiv in Bezug auf ihre empirische Arbeit. Einige produzieren einfach soziologische Literatur ohne wissenschaftliche Grundlagen. Diejenigen, die sich auf wissenschaftliche Methoden verlassen, sehen sich mit Anreizen der Neuheit und nicht der Reproduzierbarkeit konfrontiert. Die Verteidigung bestehenden Wissens wird dem Teilen von Wissen vorgezogen.

Zweitens, soziologisches Publizieren ist extrem geschlossen. Aufgrund institutionalisierter Verfahren im Publikationsprozess müssen erfolgreiche WissenschaftlerInnen bei gewinnorientierten Verlagen veröffentlichen, und die Universitäten müssen sowohl für den Aufwand (Arbeitszeit als MitarbeiterInnen) als auch das Arbeitsprodukt des Publikationsprozesses (Veröffentlichungen und Zugang zu eben diesen) bezahlen.

Drittens, das Statusstreben in der Soziologie bringt Egomanen hervor. Die notwendige Anhäufung von immer mehr Zitaten ist ein Anreiz für die WissenschaftlerInnen, ihre eigene Arbeit um jeden Preis zu fördern (Stichwort Selbstzitation bzw. Zitationskartelle); sie verhindern, dass konkurrierende Arbeiten veröffentlicht und beworben werden, oder Daten und Ergebnisse werden gefälscht.
Es ist kein Wunder, dass die Öffentlichkeit einem Pfarrer mehr Vertrauen schenkt als einem Soziologen oder einer Soziologin. Ja, wir müssen die Soziologie mit Open Science Praktiken öffnen – und verbessern! Dies gilt gleichermaßen für quantitative und qualitative Forschung. Und der Vortrag wird zeigen, dass dies leichter zu erreichen ist als gedacht.

Description

Science by definition is open. It is a communal and transparent means of developing knowledge. Sociology is no exception, a message consistent across diverse sociological thinkers from Weber to Merton to Habermas. So why do we have an Open Science Movement in Sociology? This talk provides some answers to this question.

First, sociological research is relatively closed. Researchers are intransparent and selective about their empirical work. Some simply produce works without any science. While those relying on the scientific method face incentives favoring novelty over reproducibility and defensiveness over knowledge sharing.

Second, sociological publishing is extremely closed. Institutionalized publishing procedures require successful scholars to publish with for-profit publishers, and requires universities to pay for both the labor input and the labor product of the publishing process.
Third, rent-seeking in sociology produces ego-maniacs. The necessary accumulation of more and more citations incentivizes scholars to promote their own work at all costs, prevent competing work from being published and promoted, fabricate data and results, and steal ideas.

It is no wonder the public may trust a pastor more than a sociologist. Yes, we need to open – and improve – sociology through open science practices. This applies to both quantitative and qualitative research. This talk will demonstrate that this is easier to achieve than one might think.